Flipped Classroom

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Methode

Ein anderer Lehransatz ist, dass die Schüler außerhalb des Klassenzimmers den Unterrichtsinhalt (z.B. als Hausübung via YouTube-Clips oder ähnliches) lernen. Während der Unterrichtszeit werden dazu passende Aufgaben abgearbeitet.

Beschreibung

Als Hausübung müssen sich die Schüler ein Video Auf YouTube ansehen, welches das Thema erklärt, welches den Schülern beigebracht werden soll. Wenn es notwendig ist, sollen die Schüler sich das Video mehr als einmal ansehen.
In der darauffolgenden Stunde können die Schüler Fragen stellen, wenn sich bei dem Video welche ergeben haben. Diese können dann mit den anderen Schülern besprochen werden.
Danach fanden alle Schüler an, an bestimmten Übungen zu arbeiten, welche die Theoriekenntnisse erfordern, die in dem Video zu sehen waren. Der Lehrer hat dann die Zeit, durch die Klasse zu gehen und den Schülern zu helfen, die Probleme haben. Wenn es notwendig wird können sich die Schüler das Video erneut ansehen oder der Lehrer kann es einer kleinen Gruppe von Schülern selbst erklären.

Meinung der Schüler

Erweiterung des Wissens zu einem bestimmten Thema
Alleine an der Problemlösung der Übung arbeiten
In der eigenen Geschwindigkeit arbeiten
Teilnahme an „Peer-Learning“ durch Diskussionen

Schlüsselfähigkeiten

Anweisungen befolgen
Probleme lösen
Alleine arbeiten
Gemeinsam arbeiten
Aktives Zuhören

Darstellung

Phase 1: Der Lehrer bereitet ein Video vor bzw. sucht nach einem Video, welches das Thema erklärt

 
Phase 2: Schüler sehen sich das Video eigenständig an, um sich vorzubereiten und Fragen zu finden, wenn sie etwas nicht verstehen.
 
Phase 3: Schüler fragen die Fragen und diskutieren das Thema danach mit den Schülern
 
Phase 4: Schüler arbeiten an einer Aufgabe (entweder alleine oder in Gruppen)

Auswertung

In folgenden Gegenständen verwendet:

Land
Anzahl an Lehrern
Anzahl an Schülern
Alter
Thema
Österreich
4
77
14-18
Standardsoftware, Rechnungswesen, Programmieren
Belgien
1
17
17-19
Programmieren
Spanien
2
30
15-16
Ethik, Spanisch
Irland
2
50
15-16
Geschichte, Geografie
Schweden
3
68
12-16
Deutsch, Mathematik
 

Ergebnisse der Schüler:

Die Erfahrungen mit „flipped classroom“ sind sehr unterschiedlich. Manchmal wollen Schüler gerne selber an einem neuen Themengebiet arbeiten, manchmal nicht. Wenn sie es während der Unterrichtszeit machen können (also nicht als Hausübung), dann sind sie viel motivierter und die Ergebnisse sind gut. Jüngere Schüler sind motivierter als ältere. Grundsätzlich mochten sie es, eine anspruchsvolle, aber nicht überfordernde Aufgabe zu haben. Schüler fühlten sich überfordert, wenn sie zu wenig Informationen bekamen.
Manchmal wollen die Schüler, dass der Lehrer ihnen das Thema erklärt, speziell dann, wenn die Videos als Hausübung geschaut werden müssen, mögen es die Schüler nicht.
Für Schüler ist es interessant, bereits für den Unterricht vorbereitet zu sein, sie wissen den Inhalt bereits. Es ist außerdem ein Vorteil, die Erklärung von verschieden Personen zu hören und nicht nur vom Lehrer.
 
„Flipped classromm“ ist eine interessante Methode, welche immer mal wiedereingesetzt werden kann.

Ergebnisse der Lehrer:

Die Methode war einfach zu erklären.
 
Die Methode ermöglicht den Schülern einen individuellen Weg zu gehen, um zu dem vom Lehrer gesetzten Zeil zu kommen.
 
Die Schüler können in ihrem eigenen Tempo zu Hause arbeiten.
Die Erfahrungen waren sehr unterschiedlich. Einige Schüler mochten diese Methode sehr, z.B. wenn sie praktisch arbeiten möchten. In diesem Fall waren die Ergebnisse ausgezeichnet und die Themen wurden sehr schnell verstanden. Die Schüler halfen sich gegenseitig, wenn sie Probleme hatten.
Die älteren Schüler – speziell in der Programmierung -  konnten selbst keine guten Quellen, d.h. sie konnten ihre Aufgabe nur sehr schwer lösen. „Flipped Classroom“ muss von Anfang an verwendet und trainiert werden, des Weiteren müssen eine Fähigkeiten wie z.B. richtige Internetsuchen trainiert werden.
 
Wenn sich das Video nicht alle Schüler zu Hause angesehen haben, hatten sie immer noch die Möglichkeit, sich das Video während des Unterrichts anzusehen und waren dann bereit an ihren Übungen zu arbeiten.
Die Vorbereitungszeit war unterschiedlich, abhängig von den gegebenen Informationen. Wenn es nur einen Titel und eine kurze Beschreibung gab, war die Vorbereitungszeit eher kurz. Wenn es eine komplette Quellenliste, ein Video oder einen vorbereiten Text gab, war die Vorbereitungszeit eher lang.
Die Auswertung erfolgte durch Tests, Hausübungen oder Aufgaben.
Für den Lehrer ist es sehr zeitaufwändig Material zu erstellen oder Inhalte von anderen zu begutachten um herauszufinden, ob sie von guten bzw. hoher Qualität sind.
Diese Methode ist Kombination mit „Symbaloo“ sehr interessant. Schüler können dann auch die Videos teilen, welche sie mit ihrem Partner gefunden haben.
Wenn die Schüler zu Hause keinen Zugang zu Computer oder Internet haben, kann die Methode nicht durchgeführt werden.
Die Motivation der Schüler und die gegebenen Informationen sind der größte Einfluss auf das Ergebnis.
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